Sohn: Du, Papiż
Vater: Ja, was ist dennż
Sohn: Du Papi, ich hab hier ne Renchenaufgabe, und die krieg ich nicht raus...
Vater: Ja, meinetwegen, aber komm nicht so spät nach Hause.
Sohn: Nein! Ich hab hier ne Rechenaufgabe, und die krieg ich nicht raus!
Vater: So, du kriegst das nicht rausż Zeig mal her.
Sohn: Ja, hier, 28:7.
Vater: 28:7, das kriegst du nicht rausż Elke, dein Sohn kriegt 28:7 nicht raus!
Mutter: Ja, dann hilf ihm doch!
Vater: Also, 28:7...
Sohn: Wozu brauch ich das denn, Papi, wozu dennż
Vater: Wozu du das brauchstż Alle naselang brauchst du das. Stell dir vor, ihr habt 28 Äpfel und ihr seid sieben Buben und ihr wollt die Äpfel untereinander aufteilen.
Sohn: Ja, aber wir sind nicht sieben, wir sind immer nur vier, der Hans, der Peter, sein Bruder und ich.
Vater: Dann nimmst du den Rolf, den Eckert und den Fritz noch dazu.
Sohn: Nee, den Fritz mag ich nicht, der kriegt keinen Apfel, der ist doof!
Vater: Na gut, dann nimmst du jemand anderen, den du sonst noch auf der Straße triffst.
Mutter: Der Junge kommt mir nicht auf die Straße! Der soll erst seine Schulaufgaben machen!
Vater: Nun misch du dich nicht auch noch ein, oder weißt du ein besseres Beispiel dafür, wie man 28:7 erklärtż
Mutter: Jedenfalls kommt der Junge nicht auf die Straße!
Vater: Na gut, dann bleibt er eben hier, ihr seid also keine sieben Buben... äh, wir haben also 28 Äpfel durch sieben... Birnen!
Mutter: Aber Herman!
Vater: Na, das geht nicht, ok. Also, ihr seid keine sieben Birnen.. äh, keine sieben Buben, also, ihr seid die sieben Zwergen, genau, die sieben Zwerge.
Sohn: Oh ja!
Vater: Ja, und diese sieben Zwerge, die haben zusammen ein 28-Zimmerwohnung...
Mutter: Aber Herman, es gibt doch in ganz Hamburg keine 28-Zimmerwohnung!
Vater: Es gibt ja auch in ganz Hamburg keine sieben Zwerge! Wenn ich deine unqualifizierten Bemerkungen schon hörż...
Mutter: Unqualifiziertż Ach, unqualifiziert! Und was machen deine sieben Zwerge in der 28-Zimmerwohnungż
Vater: Na, die wohnen da!
Mutter: So, die saufen da so durch, wież
Sohn: Und was macht das Schneewitchen, Papaż
Vater: Ach, die soll bleiben, wo sie ist, diese dumme Nuss!
Mutter: Aber Hermann!
Vater: Ach mein Jung, ihr seid also nicht die sieben Zwerge... äh, ihr seid die sieben Geißlein, genau, die mit den Wölfen. Also, sieben Wölfe, und 28 Geißlein. Wieviel Wölfe frisst jedes Geißleinż
Mutter: Hermann!
Vater: Ach, lasst mich doch zufrieden mit eurem Mist, mensch!
Sohn: Aber Papi, was ist denn nun 28:7?
Vater: Du hast Recht mein Junge, man muss die Ruhe bewahren. Wer frisst denn da immer die Wölfe Elkeż
Mutter: Was weiß ich, Rotkäppchen vielleichtż
Vater: Also gut, sieben Rotkäppchen fressen 28 Geißlein...
Mutter: Und 28 Wölfe fressen 28 Wackersteine, wież
Sohn: Schreit doch nicht so, das geht mir auf den Wecker!
Vater: Wecke, genau! Das ist ein gutes Beispiel! Du hast 28 Wecker und muss um sieben Uhr raus!
Mutter: Seit wann muss der Junge um sieben Uhr rausż So wie der trödelt, muss er um halb sieben raus! Und wenn du schon mit beispielen kommst, dann bitte auch mit welchen, unter denen man sich etwas vorstellen kann...!
Vater: Oh, ich wirdż wahnsinnig... 28:7 mein Junge, das musst du dir vorstellen, wie... wie eine Torte! Also, ich habżs jetzt satt. Elke, kauf jetzt 28 Torten!
Mutter: 28 Tortenż Für wen dennż
Vater: Na, für uns sieben!
Mutter: Ja, aber wir sind doch nur drei!
Vater: Ja, dann laden wir die Schnedermanns und die Gugelhupfs noch ein!
Mutter: Ja, aber das ist doch viel zu teuer!
Vater: Für die Bildung meines Sohnes ist mir nichts zu teuer! Was der Staat mit seiner verhundsten Bildungspolitik nicht schafft, das müssen die Familien ausgleichen.
Sohn: Ja, aber dann muss ja jeder von uns vier Torten essen!
Vater: Das ist mir scheißegal, die Aufgabe wird gelöst! Kauf jetzt die Torten!!
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